Gastritis / Magenbeschwerden

Zeichnung MagenGastritis / Magenschleimhautentzündung
Eine Magenschleimhautentzündung kann akut oder chronisch in Erscheinung treten. Die akute Form ist eine häufige Verlegenheitsdiagnose bei Menschen mit akuten Oberbauchbeschwerden. Denn ob es sich tatsächlich um eine Gastritis handelt, kann sicher nur durch eine Gewebsprobe diagnostiziert werden. Neben akut oder chronisch wird die Magenschleimhautentzündung auch noch je nach Eindringtiefe differenziert. Die „gewöhnliche“ Gastritis ist zwar schmerzhaft, grundsätzlich aber relativ oberflächlich. Die Erosive Gastritis (lat. erodere = abnagen) hingegen verursacht Schäden an der Magenschleimhaut, trägt also dasjenige Material ab, das unseren Magen vor seiner eigenen Säure schützt. Demzufolge zeigen die beiden Formen zum Teil unterschiedliche Symptome und Schweregrade.

Krankheitsentstehung
Meist entsteht die akute Schleimhautentzündung durch Stoffe, die die Schleimhaut schädigen. Übermäßiger Alkoholkonsum ist hier das Paradebeispiel. Aber auch Nikotin, Medikamente, virale oder bakterielle Infektionen oder Gifte (Toxine) wie z. B. bei einer Lebensmittelvergiftung haben das Potenzial, akute Gastritiden auszulösen. Auch jede Art von Stress kann einem im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Magen schlagen“. Im folgenden werden wir diesen Zusammenhang noch genauer unter die Lupe nehmen. An dieser Stelle sei hingewiesen, dass nicht nur ein „stressiger“ Alltag Stress für den Körper bedeutet, sondern dass auch jede Art von körperlicher Extremsituation Stressreaktionen im Körper auslöst: Verbrennungen, Unfälle, Traumen, der Marathonlauf, die Nulldiät, große Kälte, große Hitze, Durst, Schlafmangel und viele mehr …

Verdauung & Stress
Beschwerden im Magen-Darm-Trakt sind selten rein körperlicher Natur. In den allermeisten Fällen sind sie mit psychischen Faktoren vergesellschaftet: Stress schlägt uns gerne „auf den Magen“. Dabei ist zum Beispiel an ungelöste Probleme zu denken, Kummer, Wut und Groll. Emotionale Faktoren müssen sich nicht zwingend als Gastritis zeigen, sondern manifestieren sich häufig auch als Verstopfung oder Durchfall. Der rechte Oberbauch unter dem Rippenbogen (Hypochondrium) wird auch als „Wetterwinkel der Seele“ bezeichnet.
Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, emotionale „Baustellen“ anzuerkennen und sich um sie zu kümmern. Auch Entspannungsmethoden nach dem persönlichen Geschmack können dazu beitragen, Stress nicht nur abzubauen, sondern ihn auch emotional und körperlich besser abpuffern zu können. Ob Sie Entspannung bei Yoga, Qi Gong oder beim Spazierengehen im Wald finden – das Angebot hierzu ist breit gefächert.

Ernährungsgewohnheiten: Essen und Trinken
Bei akuter Gastritis sollten Sie alle reizenden, scharfen und säurebildenden Nahrungsmittel nicht nur meiden oder reduzieren, sondern komplett aus Ihrem Speiseplan streichen. Dazu gehören natürlich Kaffee, Alkohol und Zigaretten! Auch Zucker und Milch sowie starke Gewürze (z. B. Pfeffer, Meerrettich, scharfer Senf). Auch Medikamente, die nicht unbedingt notwendig sind, sollten Sie absetzen – natürlich nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Während der Akutphase sind Sie gut beraten, auf Zwieback/Reiswaffeln und warmes Wasser/Tee (Kamille, Schafgarbe, Melisse) umzusteigen. Nach der akuten Phase ist eine basenreiche Ernährung (Stichwort Säure-Basen-Haushalt) bestehend z. B. aus Gemüse und Kartoffeln zu setzen. Fleisch, Fettes, Gebratenes etc. sollten Sie meiden.
Unter Umständen ist auch eine grundsätzliche Umstellung der Ernährung anzudenken, wenn die Ursache für die Gastritis ganz oder teilweise in den Ess- und Trinkgewohnheiten liegt.

EMPFEHLENSWERTE VITALPILZE:

Hericium erinaceus / Igelstachelbart
Hericium ist DER Vitalpilz, wenn es um Magen-Darm-Probleme geht. Er unterstützt Ihren Körper beim Wiederherstellen der angegriffenen Magenschleimhaut und lindert auf der psychischen Ebene Unruhe, Angst und Spannungszustände. Da bei Magenschleimhautentzündungen der Zusammenhang zur Psyche häufig vorhanden ist, deckt Hericium beide Aspekte gleichermaßen ab. Zusätzlich wirkt Hericium antibakteriell.

Reishi / Glänzender Lackporling / Ganoderma / Ling Zhi
Der entzündungshemmende und schmerzlindernde Reishi stärkt unter anderem auch das Immunsystem. Seine insgesamt ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem unterstützt Sie in Sachen Entspannung, Ruhe und Stressabbau.

Cordyceps sinensis / Raupenpilz
Cordyceps wird häufig an erster Stelle genannt, wenn es um mentale, emotionale oder psychische Spannungen geht. Er gleicht aus und lindert damit Stresssymptome. Er puffert dadurch körperliche Stressreaktionen ab.

Shiitake
Der Shiitake kurbelt das Immunsystem kräftig an. Daher empfiehlt sich seine Einnahme vor allem bei viral/bakteriell verursachten Magenschleimhautentzündungen, unter Umständen mit Nachweis des Bakteriums Helicobacter pylori. Dessen Vorhandensein kann für die Entwicklung einer Gastritis verantwortlich sein.

Auricularia judae / Judasohr / Mu Err
Judasohr wirkt antientzündlich vor allem auf alle Körperoberflächen, also auf alle Häute und Schleimhäute. Er ist ausgesprochen durchblutungsfördernd und unterstützt so die Wundheilung im Magen-Darm-Bereich.

Diese Vorschläge, Ihre tägliche Nahrung mit Vitalpilzpräparaten anzureichern, ersetzen nicht die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Setzen Sie auf keinen Fall Medikamente oder laufende Therapien ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.