Alzheimer

AlzheimerMorbus Alzheimer / Alzheimer-Demenz
Morbus Alzheimer ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns und damit eine Form der Demenz. Degenerative Erkrankungen zeichnen sich durch Gewebsuntergang aus, es gehen also Nervenzellen des Gehirns zu Grunde (typisch für Alzheimer: Hirnatrophie, pathologische Fibrillenveränderungen und amyloide Plaques). Abhängig davon, welche räumlichen Gehirnareale betroffen sind und in welchem Schweregrad, finden sich unterschiedliche Symptome in unterschiedlichen Stadien. Alzheimer ist eine chronische und fortschreitende Krankheit.

Schleichender Beginn
Alzheimer wird, wie auch andere Demenz-Erkrankungen, meist erst in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert und erkannt. Anfangs steht das Nachlassen der Gedächtnisleistung im Vordergrund, gefolgt vom Nachlassen der kognitiven – also geistigen und verstandesmäßigen – Fähigkeiten. Zunehmende Vergesslichkeit, das „Durcheinanderbringen“ von Alltagsthemen, das Verlegen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs, Wortfindungsstörungen etc. nehmen zu. Mit der Zeit gesellen sich Orientierungsschwierigkeiten hinzu (räumlich, zeitlich, persönlich). Außerdem sind Veränderungen der Persönlichkeit und Wesensart zu beobachten, denn das Nervensystem ist sozusagen die „Schnittstelle“ zwischen Körper und Psyche. Geht nun hier Gehirnsubstanz – also Nervenzellen und Synapsen – zugrunde, treten Veränderungen der Persönlichkeit auf wie zum Beispiel Stimmungslabilität oder eine verzerrte Wahrnehmung der Realität. Oft treten charakteristische Persönlichkeitsmerkmale deutlicher hervor (typisches soziales Verhalten). Diese schleichende Entwicklung wird meistens so lange wie möglich verdrängt und verharmlost: Vom Kranken selbst, aber auch vom Umfeld und der Familie. Hinzu kommt, dass die Erkrankten häufig – vor allem anfangs – die Symptome vertuschen und versuchen, gegenüber dem Umfeld ein „normales“ Bild abzugeben.

Ursachen
Die Ursachen einer Alzheimer-Demenz sind bislang nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene Ansätze, die darauf schließen lassen, dass bei der Entstehung von Alzheimer viele Faktoren eine Rolle spielen. Zum einen die erbliche Disposition, also die Genetik. Es sind heute verschiedene genetische Veränderungen bekannt, die einen Zusammenhang mit der Erkrankung oder dem Erkrankungsrisiko nahe legen.
Neben höherem Lebensalter erhöht so die Erkrankung Verwandter 1. Grades das Risiko, selbst an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken.
Auch Transmitterveränderungen (Transmitterstoffe: chemische Botenstoffe im Nervensystem. Bei Alzheimer: Botenstoff Acetylcholin gemindert), ein gestörter Zuckerstoffwechsel (Diabetes), zu hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, erlittene Schlaganfälle oder Schädel-Hirn-Traumen scheinen Alzheimer zu begünstigen. Auch entzündliche Prozesse und bestimmte Infektionen wie auch manche Substanzen (Aluminium) stehen im Verdacht, das Risiko zu steigern.

Vorbeugen durch bewussten Lebenswandel
Abgesehen von der erblichen Komponente bieten die genannten Risikofaktoren eine gute Möglichkeit, Alzheimer vorzubeugen. Neben viel Bewegung, ausreichend Entspannung und Stressvermeidung kommt einer gesunden Ernährung hier eine Schlüsselrolle zu: Viele sekundäre Pflanzenstoffe, ungesättigte Fettsäuren, wenig oder kein rotes Fleisch und ausreichend Vitamine (v.a. B6, B12 und Folsäure). So wird das Gefäßsystem gesund erhalten, was eine indirekte Verbesserung und vor allem Prävention ermöglicht. Dazu zählt natürlich auch der Verzicht auf Nikotin und ausreichend Schlaf.
Denn da bei der Alzheimer-Demenz eine Unterfunktion im Sinne des Abbaus von Abfallstoffen vorzuliegen scheint, ist es ratsam, diese Abfallstoffe so weit wie möglich zu reduzieren. Typisch für Alzheimer sind Ablagerungen im Zellzwischenraum der Hirnsubstanz (Beta-Amyloide, sog. „senile Plaques“ und Tau-Proteine). Daher ist empfehlenswert, auch einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu beachten.

Vitalpilze bei Alzheimer-Demenz
Vitalpilze werden mit ihren vielschichtigen Wirkungsweisen nicht gezielt gegen eine einzelne Krankheit oder ein einzelnes Symptom eingesetzt. Sie wirken vielmehr auf funktionelle Zusammenhänge im Organismus ein und regulieren so auf ganzheitlicher Ebene.

Empfehlenswerte Vitalpilze

Auricularia judae (Judasohr)
Das Judasohr stärkt vor allem die Gefäße, fördert so also eine einwandfreie Durchblutung. Da Arteriosklerose einer der Risikofaktoren für Alzheimer ist (siehe oben), ist Auricularia vor allem präventiv empfehlenswert.

Hericium erinaceus (Igelstachelbart)
Die im Hericium enthaltenen Erinacine stimulieren erwiesenermaßen das Wachstum bzw. die Regenerationsfähigkeit von Nervenzellen. Hericium wird eine positive Wirkung bei Erkrankungen des Nervensystems zugeschrieben.

Reishi (Ling Zhi)
Der „Pilz der Unsterblichkeit“ steht in Asien wie kaum ein anderes Mittel für ein langes und gesundes Leben. Er fördert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter.  

Diese Vorschläge, Ihre tägliche Nahrung mit Vitalpilzpräparaten anzureichern, ersetzen nicht die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Setzen Sie auf keinen Fall Medikamente oder laufende Therapien ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.